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Die Geschichte des Verkehrsmuseums

Dépots de tramsDas Verkehrsmuseum der Region Lüttich öffnete 1985, im Jahr des öffentlichen Verkehrs, seine Pforten! Denn in diesem Jahr feiern die SNCV (nationale Kleinbahngesellschaft NKG) ihr 100-jähriges Bestehen, die belgischen Eisenbahnen ihr 150-jähriges und die Elektrifizierung der SNCB ihr 50-jähriges Bestehen.

Das Verkehrsministerium, die städtischen Verkehrsbetriebe und die nationale Kleinbahngesellschaft (NKG) möchten ihre Geschichte zur Schau stellen.

Es ist eine ideale Gelegenheit für jene Begeisterten, die seit vielen Jahren bereits ein Verkehrsmuseumsprojekt in Lüttich entwickeln. Denn seit den 60er-Jahren fordern die Enthusiasten von den Verantwortlichen der öffentlichen und privaten Verkehrsbetriebe die Erhaltung des ausgeschiedenen rollenden Materials. Dieses hatte damals für die Betriebe nur Schrottwert…

Kundige“ Begeisterte schließen sich zusammen und retten dieses meist aus Belgien stammende Industrieerbe, das auf einem Know-how hoher Qualität beruht, vor der Zerstörung.

Inauguration du musée des transports en commun du pays de LiègeAm 25. April 1985 wird das Museum von Minister De Croo eröffnet. Die Vereinigung ohne Gewinnzweck „Museum des öffentlichen Verkehrswesens der Region Lüttich“ wird geschaffen. Als Teilhaber umfasst sie die Gesellschaft STIL (Société de Transports Intercommunaux de la région Liégeoise), die SNCV, das Verkehrsministerium über die PTU (städtische Verkehrsförderung), das Museum für wallonische Volkskunde, die GTF (Belgische Gemeinschaft zur Förderung und touristischen Nutzung des Bahnverkehrs) und die AMUTRA (Verein für das Straßenbahnmuseum). Damals werden zwölf Fahrzeuge präsentiert und auf Kosten der PTU restauriert.

Das Museum wird in einem alten Straßenbahndepot der STIL eingerichtet, das infolge der Umstrukturierung der Depots im Stadtgebiet Lüttich leer stand.

Es öffnet seine Pforten von April bis Oktober, aber nur an Wochenenden und Feiertagen. Die engagierten Amateure halten abwechselnd den Dienst aufrecht. Es sind Mitglieder der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der STIL, die sich um die tägliche Verwaltung des Museums kümmern und auf Anfrage Führungen durchführen.

1991 finden infolge der Regionalisierung der Branche der Zusammenschluss der Transportbetriebe von Verviers und Lüttich sowie die Auflösung der nationalen Kleinbahngesellschaft statt. So entsteht die TEC Lüttich-Verviers, die in die Groupe TEC eingebunden ist, welche wiederum ganz Wallonien abdeckt.

Rachat du musée par la région wallonneZwei Jahre später möchte die Betriebsgesellschaft TEC Lüttich-Verviers, auf der Suche nach Geld, ihre nicht benutzen Depots sowie das Museum weiterverkaufen. Sehr zum Glück des Museums tritt die Region Wallonien als Käufer der Anlagen auf.

Das Museum, das durch diese geänderte Haltung, diese neu entstehende Anerkennung, durch regionale Investitionen, die Beihilfe zur Anstellung von zwei Personen im Rahmens des PRIME-Projekts sowie durch einen beruhigenden Erbpachtvertrag gestärkt ist, kann seither echte Museumspolitik betreiben und neue Partner suchen.

Äußerst schnell entwickeln sich verschiedene Aktivitäten: Führungen, Veranstaltungen, Besichtigungsrundfahrten in alten Bussen. Parallel dazu erwirtschaftet das Museum seine eigenen Einnahmen, indem es Räumlichkeiten (Cafeteria, Auditorium) und alte Busse für Veranstaltungen vermietet.